Archiv für die Kategorie ‘alltag’

Top 5…

Sonntag, 28. Februar 2010 von mae

… an einem / diesem Sonntag.

  1. im Bett liegen (optimaler Weise mit schlechtem Wetter draussen)
  2. ein guter Film (mindestens - und unter keinen Umständen Contact)
  3. erfolgreich den Stress der kommenden Woche verdrängen (optimaler Weise nicht drüber schreiben)
  4. Nudeln
  5. nur noch 90 Minuten bis Contact endet

Fast wie eine Rückkehr..

Montag, 07. Dezember 2009 von Nummm

Hallo erst mal

Ich hoffe mal das ich hier verweilen darf.. Einige werden sich vielleicht noch an mich erinnern.. Vielleicht. Naja und wenn dann halte ich die Wahrscheinlichkeit für recht gering das dieses Erinnern eine sonderlich euphorisierende Wirkung mit sich bringen würde.. Naja.. Fühlt sich gut an hier was zu schreiben..

Gruß an alle =)

Samstag, 05. Dezember 2009 von schattenkind

Was in eurem Kopfe hallt
Ist Verlangen.
In meinem Herz ists’
Die Sehnsucht.

A. (15.02.09)

Tipp10

Mittwoch, 04. November 2009 von fly

Von deinem Lehnstuhl aus regiertest du die Welt.

Wenigstens schien es mir so.

Orchester

Freitag, 28. August 2009 von schattenkind

Die Nadel sinkt herunter, liegt schließlich auf der Platte auf. Ein paar wenige Drehungen, und die ersten Töne erklingen. Routinierte Handgriffe, fast wie ein Ritual.
Die Musik lässt uns hinabgleiten, eintauchen in unsere Gedanken, in vergangene Momente.
Mit Musik fühlen wir uns sicher, fernab vom alltäglichen Chaos, von der Furcht, der Angst. Ein bestimmtes Lied, das einen Augenblick festhält, wie mit einer Zeitmaschine reisen wir zurück, dorthin, wo Bitterkeit und Angst keinen Auftritt haben, wo das Licht noch wie Wärme scheint und nicht wie der dauernd wiederkehrende Beginn eines neuen verachteten Tages.
Das Lächeln war ehrlich, die Grimasse von heute zeichnet sich dort nicht ab. Die Erinnerungen sind verschwommen, aber sie sind da, fast greifbar.
Warme Hände, die sich umschließen und ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln, damals; dort, wo heute nur noch Scherben sind.
Eine leichte Berührung, ein Kuss, die Welt dreht sich, ein leises Kratzen, plötzlich springt die Nadel, die Musik verzerrt sich, die Liebenden werden auseinander gerissen, das Kratzen bleibt.
Das Chaos kehrt wieder und mit ihm die Furcht. Herausgerissen aus dem Traum, wie ein Kind aus den Armen seiner Mutter, unerbittlich, unermüdlich, immer wieder.
Ein Kreislauf, und kein Ende in Sicht; das Kinderkarussell auf dem Jahrmarkt, es dreht sich, Runde für Runde, doch statt langsamer zu werden wird es nur schneller und die Figuren werden zu verschwommenen Gestalten aus grellen Farben. Die Vergnügungsfahrt endet im Höllenritt und reißt alles mit sich. Was vorher noch klar und verständlich war, endet jetzt in dem Chaos das uns Tag für Tag wiederbegegnet, und bei dem Versuch aufzuräumen fegt ein plötzlich aufkommender Orkan die mühsam geordneten Gedanken wieder beiseite.
Der Albtraum als ständiger Begleiter der Existenz, als gäbe es kein Morgen, doch der nächste Tag kommt und während die verräterischen Sonnenstrahlen diesen einläuten, werfen sie ihren Schein auf den Plattenspieler, dessen Silhouette höhnische Schatten wirft.

A. (28.08.09)

Koffein

Mittwoch, 26. August 2009 von schattenkind

Ruhelos, rastlos streicht man die kalten Zimmerwände mit den Augen ab, die Müdigkeit scheint überwältigend und dennoch bleibt der Schlaf verwehrt. Der Blick wandernd in der bedrückenden Kargheit des Abends, während von draußen wieder Nachbars wütende Schreie ertönen, weil die Katze mal wieder in den Garten geschissen hat.
Einigen Leuten kann man es nie Recht machen, am Wenigsten sich selbst, wenn man sich gelangweilt, frustriert der eigenen Lethargie hingibt ohne wirklich die Augen schließen, abschalten, vergessen zu können.
Tausend rohe Gedanken, ungeschliffen, unbearbeitet, die verweilen und in beängstigender Selbstständigkeit ihre Netze aus Verwirrung und Angst spinnen.
Im Schlaf werden diese Gedanken zum Jäger, und die Netze zum Gefängnis.
So verharrt man, übermüdet, aus Angst sich den eigenen Emotionen hinzugeben und Kontrollverlust zu erleiden.
Ein Kaffee wird es richten, ein Kaffee und eine Zigarette, gegen die Augenränder, die untrügerisch den eigenen Verfall dokumentieren und uns das Alter ins Gesicht zeichnen. Doch der Koffein verfehlt seine Wirkung, zu oft schon wurde er als Mittel missbraucht, umsonst, vergebens.
An Tagen, an denen die Furcht zu groß ist um sich fallen zu lassen, an denen die Jäger womöglich zu Mördern werden, bleibt man lieber wach, den Blick starr auf die Wand gehaftet, als würde die ultimative Lösung des Übels aus ihr herausspringen. Doch die Wand bleibt kahl, unverändert, so kalt, so weiß, fast höhnisch strahlt sie entgegen. Sie lacht uns aus, als kenne sie das Geheimnis, das uns verborgen bleibt und wir bleiben weiterhin ruhelos, trinken Kaffee im Akkord, obwohl wir wissen, es ist sinnlos.

A. (26.08.09)