Schizophrenie

Unerbittlich das Verlangen
Furchtvoll ums Überleben bangen.

Hilfeschreie im Winde verwehen.
Zitternd, flehend untergehen.

Die Lust nach Blut sie schreit in Dir
Die Lust zu Töten verlangt nach mir.
Laufen, flüchten, immerzu.

Mein Verfolger, das bist Du.

Ich flehe um einen weiteren Atemzug
Doch riecht es bitter nach Betrug.

Die Frist wurde nicht gewährt
Dir zu trauen war verkehrt.

Ich laufe ziellos durch die Nacht,
Die letzten Stunden in Furcht verbracht.

Von der Angst immerzu geplagt
Und von deinem Blutdurst stets gejagt.

Die Befürchtung durch dich zu sterben,
Treibt mich sicher ins Verderben.

Ein letztes Mal die Flucht gewagt,
Doch kläglich habe ich versagt.

Die Hoffnung dir endlich zu entkommen,
Wird mir mit einem Mal genommen.

Denn ich dreh mich um, seh dein Gesicht
Und ich weiß, das bist Du nicht.

Deine Lippen, deine Augen,
Völlig kalt und ohne Glauben.
Plötzlich geht‘s nicht mehr um Dich,
Denn mir gegenüber, da steh nur Ich.

A. (20.11.09)

Eine Antwort zu “Schizophrenie”

  1. Andreas sagt:

    in der hoffnung das es für die welt keine fremdwelt mehr bleibt. freue mich über die schönen gedichte. scheibe selber hin und wieder.

    herzliche grüße von http://www.denkausbruch.de andreas

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